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Spannung geht durch den …

… Widerstand. Weniger durch gewichtige Fakten. Obwohl das ja naheliegend wäre.

Wien, 14.06.2024

Gestern ein wunderbarer Experte als Gast bei der Intomedia Insight-Lounge: Manuel Stark, Redakteur u. a. für DIE ZEIT, SPIEGEL oder GEO, ausgewiesener Experte im Bereich der erzählenden Wissenschafts-kommunikation, Dozent an der Deutschen Journalistenschule, Jurymitglied des Coburger Medienpreises, den er neben einem halben Dutzend anderer Auszeichnungen auch selbst erhalten hat. Der Mann ist etwas über 30 Jahre alt.

Er hat in seiner journalistischen Karriere unzählige CEO-Portraits angefertigt. Man kann ihm glauben, wenn er berichtet, dass kein einziges Leben auf diesem Planeten so unspannend ist, dass es nicht in einem großen Nachrichtenmagazin Platz fände. Nur: Man muss wissen, wie man die Perlen aus dem Meer taucht.

Dabei kommt ein wesentliches Element des Storytelling-Handwerks zum Tragen: der Widerstand. Also die Punkte, an denen ein Leben nicht gerade, sondern brüchig verlaufen ist. Wo die betreffende Person unsicher war, auf ungewollte Bahnen geriet, vielleicht sogar kaum wusste, wie es eigentlich weitergehen sollte. Um dann durch Überwindung dieser Hindernisse dorthin zu gelangen, wo sie jetzt steht.

Wenn die Erzählerin oder der Erzähler solche Momente nicht ausspart, entsteht Spannung, denn die Zuhörenden stellen sich jetzt die Frage: Wie geht das aus? Spannung entsteht nicht dadurch, dass die Heldin, der Held von Sieg zu Sieg reitet, sondern dass die Person erfolgreich Probleme löst. Dadurch wird sie das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit der Menschen gewinnen, die mit ihr arbeiten.

PS: Das heißt natürlich nicht, dass ein Steckbrief mit der puren Aufzählung von Leistungen nicht auch wesentlich wäre. Beides hat seine Berechtigung, und man muss wissen, was man wo einsetzt.

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